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Heinz Strunk
Line-up
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Wie es ist, in Hamburg aufzuwachsen, das weiß Heinz Strunk genau. Harburg, nicht Hamburg. Mitte der 80er ist Heinz volljährig und hat immer noch Akne, immer noch keinen Job, immer noch keinen Sex. Doch dann wird er Bläser bei Tiffanys, einer Showband, die auf den Schützenfesten zwischen Elbe und Lüneburger Heide bald zu den größten gehört. Aber auch das Musikerleben hat seine Schattenseiten: traurige Gaststars, heillose Frauengeschichten, sehr fettes Essen und Hochzeitsgesellschaften, die immer nur eins hören wollen: An der Nordseeküste von Klaus und Klaus. Fleisch ist mein Gemüse ist die Geschichte der hässlichsten Schützenfestband Norddeutschland - ein tränentreibendes Erinnerungsbuch...
Soweit zum Bestsellerroman - aber Heinz wäre nicht Heinz, würde er nicht nach der äußerst erfolgreichen Lesetour zum Roman die Zitrone weiter ausquetschen wollen. Trittschall im Kriechkeller heißt sein musiklastiges Soloprogramm, mit dem er "endgültig alles klar machen will" (O-Ton Strunk). Strunk konzentriert sich wieder auf sein Kernportfolio und macht das, was er am besten kann: Musik. Im Windkanal unzähliger Programme (Studio Braun, Tiffanys, Penislesung mit Charlotte Roche, Fettes Brot Accounter, Blumfeldsidekick) präsentiert er das Konzentrat eines nunmehr 43 Jahre alten Lebens on the road. Das meiste davon wird er im semiprofessionellen Halbplaybackverfahren zur Aufführung bringen, da er von seiner Gage unter gar keinen Umständen auch nur einen Teuro abgeben will ("Ich hab mein ganzes Leben gefüttert, jetzt will ich auch mal melken"). Er führt Hörspiele live auf, er ließt und isst, stachelt das Publikum durch linksradikale Agitprop Reden auf und präsentiert Souverän die Produktpipeline, die aus einem miesen kleinen Gag-Teelicht erst den Entertainer iinternationalen Zuschnitts macht, als der er heute gehandelt wird.