Schrottgrenze

Neues Album, neues Label, neues Line-Up - jede Menge Nachrichten rund um den sympathischen Vierer aus Hamburg. Spätestens seit dem 2004 erschienenen Werk 'Das Ende unserer Zeit' spricht sich herum, in welcher Liga die Talente dieser Band so spielen. Das lässt sich seit Ende März auch auf ihrem aktuellen Album "Château Schrottgrenze" herausfinden, welches die Band nun live präsentieren wird. Ein bisschen Namedropping zum Start: produziert von Tobias Levin (Die Sterne, Tocotronic), gemischt von Michael Ilbert (The Hives, Hellacopters, Cardigans) - und Du ahnst, wohin diese Reise führen muss. Mächtige Melodien, unter-die-Oberfläche-gehende Lyrics, großes Songwriting-Kino. 'Château Schrottgrenze' ist in weiten Teilen ein melancholischer, unhektischer, dunkel scheinender Juwel geworden, wie ihn niemand anders in Deutschland als die Band um Alex Tsitsigias und Timo Sauer zu schaffen vermag. Wohl wahr, mit 1-2-3-4-Uffta-JuZe-Pogo hat dieses Werk rein gar nichts mehr zu tun. Wer sich die Ruhe zum Eintauchen in das 'Château' nimmt und auch mit dem Vorgängeralbum 'Das Ende unserer Zeit' ein wenig vertraut ist, wird trotzdem bald zur Erkenntnis kommen, dass Schrottgrenze (die nicht von ungefähr ihren Namen seit frühesten Anfangstagen beibehalten haben) niemand verraten und nichts im Stich ließen. Diese Band geht einfach weiter auf ihrem Weg als eine der unverwechselbarsten BRD-Formationen überhaupt. Neuland betreten, Eigenes schaffen, auf Klischees konsequent verzichten.
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