HELGA BLOHM DYNASTIE

HELGA BLOHM DYNASTIE

Das ist alles so verdammt oldschool. An der Trendautobahn abgebogen und den Umweg über den Sumpf genommen. Auf halbem Wege stecken geblieben und doch irgendwie weitermarschiert. Sollen doch die anderen ihre digitalen Massengräber füllen. Warum hat das eigentlich so lange gedauert, bis endlich ein Vinylalbum dieser Bekloppten erscheint? Zwei spindeldürre Gestalten am Bühnenrand, meist sitzend wie Bluesrentner im Mississippedelta, umzingelt vom seltsam minimalistischen Schlagzeugsound spielen Musik, für die die richtigen Drogen erst noch erfunden werden müssen. Obwohl es manchmal nicht so scheint: diese Jungs wissen, was sie tun. Alles ist genauso, wie es sein soll. Deshalb lieben wir diese Band und wissen doch nicht immer genau, warum. Der HBD-Sound packt dich jedenfalls nicht dort, wo andere Sounds es tun. Weder im Magen, noch an den Eiern und auch nicht im Lustzentrum. Es ist das Gemisch aus Super verbleit, Psychocountry und Punkblues, dem Gefühl, etwas ganz besonderem Beizuwohnen und einfach purer Sympathie. Um Frontmann Olli zu zitieren: „Checkt die Scheisse aus!!“ Nach 3 CDs freuen wir uns auf das erste Vinyl-Album „Hotel Graf“, dem unserer bescheidenen Meinung nach besten und eingängisten Werk der mittlerweile auf Quintettgröße angewachsenen Band. 14 Songs, rund 45 min. Spielzeit, serviert auf 180g-Vinyl. Hey Mama! Look at me, I\'m on my way to the promise land. I’m on the trail to hell.
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