SAX Lauschangriff mit Broken Soldiers Project

SAX Lauschangriff mit Broken Soldiers Project

Jeden Sommer lädt das SAX-Magazin einmal im Monat zum lauschigen “Mondscheinrock” in die Saloppe ein. Zu bewundern gibt es immer einen neuen aufgehenden Stern der Dresdner Musiklandschaft und hinterher treibt Dj Cptn. Roller Coaster die Meute auf der Tanzfläche zur Gruppenekstase. Kapellen wie “Goldner Anker” begannen dort ihren Siegeszug gen Rockolymp. Die winterliche Variante nennt sich “Lauschangriff”. Diesmal: Broken Soldiers Project: Was vor einigen Jahren als musikalisches Projekt begann, gipfelt heute in einer festen fünfköpfigen Bandbesetzung deren Ursprünge zum Programm wurden, wie nur noch der Name verrät. Und so machen sich die fünf gebrochenen Soldaten, man wählte hier dieses Antonym als Synonym für unser alltägliches Leben, auf den Weg mit ihrer „Waffe“ - der Musik. Stilistisch hat man dabei zwar schon einen bestimmten Weg eingeschlagen, bedient sich aber einiger Elemente unterschiedlichster Genres. Warum auch nicht, wenn man es kann. Dadurch entsteht ein breites musikalisches Spektrum mit einer festen Basis. So finden sich wohl dosiert klassische Töne, Drum’n’Bass-Linien und Industrialrhythmen wieder, die hier auf den gleichermaßen klar definierten Hardrockbereich treffen. Darum klingt auch alles so erfrischend anders und ist dennoch nicht wirklich unbekannt. Der charismatische Frontmann Matthias Stein nutzt dabei gekonnt den von den Instrumentalisten gewobenen Klangteppich um metaphorisch seine Sicht auf unsere Umwelt und zwischenmenschliche Begegnungen darzustellen. DJ Cyberpunk hatte es einmal so formuliert: „Etwas derartiges habe ich noch nicht gehört, eine Band, die nach einer Mischung aus Tool und Dresden Dolls klingt.“ Wollen wir ihm einfach glauben, schließlich müsste er sich ja auskennen? Doch Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser.
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