Astronautalis

Astronautalis

Wenn man weiß, dass Astronautalis als Sohn eines texanischen Kneipenschlägers und eines hübschen Kentucky-Girls zur Welt kam, welches mit 17 von zu Hause fortgerannt war, um Fotografin zu werden… dann ist klar, dass er sich die Identität des modernen landstreichenden Bohemian nicht erst irgendwie aneignen musste - er wurde hineingeboren. Sein Onkel, ein Dichter der von Pferdewetten lebte; Großväter, die Spion, Matrose oder Testpilot als Berufsbezeichnug trugen... da muss man sich höchstens fragen, wo die Geschichten in seiner Musik beginnen und das echte Leben des Andy Bothwell aufhört. 500000 Tourmeilen sollten hier auf jeden Fall ebenfalls genug Stoff geliefert haben. So verbrachte der mittlerweile in Minneapolis angekommene Artist die letzten sieben Jahre ausschließlich damit Shows zu spielen, sich tätowieren zu lassen und eine kultartige Fangemeinde zu erschaffen. Er sammelte Narben, während er seiner whiskey-getränkten Blutlinie alle Ehre machte . Obwohl Bothwell aka Astronautalis vor 15 Jahren als Battlerapper seinen Fame begründetete, ist sein Sound doch mittlerweile so vielschichtig, dass selbst die Genrebezeichnung HipHop wie ein Käfig für dieses wilde Tier von Musik wirkt. "This Is Our Science" hievte ihn 2011 in die Billboard-Charts und wird zu einem Fest für Freunde, die sonst ja keinen HipHop hören. Sein Sound lässt sich, wenn überhaupt, irgendwo zwischen Indie- bzw. Progressive Rock, Elektro und Rap einordnen. Seine Inspirationsquellen sind ebenso durchgeknallt wie passend: Der Wahnsinn eines Isaac Newton, die Schriften von Thomas Jefferson und New Yorker Underground-Rap… das Resultat: intelligente, bissige Wortakrobatik in ekletischen Soundgefilden.
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